| Erste Endanwenderschulung im Land Niedersachsen findet im Landkreis Diepholz statt. | |
„Wir wollen vorne mit dabei sein“ sagte Kreisbrandmeister Carsten Schlung am Wochenende anlässlich der ersten Endanwenderschulung Digitalfunk in der Feuerwehr Technischen Zentrale „um gut vorbereitet zu sein, wenn der Regelbetrieb 2014 beginnt“. Und natürlich um, so gut es geht, die Stärken und Schwächen des neuen Funknetzwerkes auszutesten und ggf. aktiv an den ersten Verbesserungen mitzuarbeiten. „Nach Rücksprache mit der Projektgruppe Digialfunk Niedersachsen, sind wir sogar die ersten, die eine Endanwenderschulung durchführen“. Wichtige Schritte dahin waren die Entscheidung am erweiterten Probebetrieb ab 2011 mitzuwirken und die Teilnahme an der zweiten Endgeräteausschreibung die inzwischen abgeschlossen ist. Um aber mit den bestellten Geräten im Probetrieb überhaupt etwas testen zu können, müssen die freiwilligen Brandschützer an der neuen Technik ausgebildet werden. Nachdem zunächst die Ausbilder selbst an der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz ausgebildet wurden, waren nun die ersten 21 Endanwender an der Reihe. Über 5000 werden im Landkreis Diepholz noch bis 2014 folgen. Ein ganzer Samstag erschien vielen Teilnehmern zu Beginn als recht viel, schließlich hatten alle bereits den offiziellen alten „Funklehrgang“ schon besucht. Aber bereits nach der ersten Unterrichtsstunde (Grundlagen) war allen Beteiligten klar, dass Digitalfunk und der heute genutzte Analogfunk wenige Gemeinsamkeiten haben. Viele neue, teilweise lange erwartete Funktionen wird der Digitalfunk mitbringen. Verschlüsselung der Sprachdatenpakete z.B., oder ein einheitliches Gerät für den Kontakt zur Leitstelle und zur Kommunikation an den Einsatzstellen. Allerdings wird man sich an so mancher Stelle von den seit nunmehr 35 Jahren gewohnten Handhabungen verabschieden müssen. So wie „gleich drauf los sprechen“, sobald man die Sprechtaste gedrückt hat. Im heutigen Netz konnte es dann passieren, dass es zwei gleichzeitig versucht haben und man keinen der beiden verstehen konnte, künftig erteilt die Netzbasisstation einem der beiden eine Sprecherlaubnis, der zweite bekommt eine Meldung „Netz belegt“. Dieser Vorgang der Netzfreigabe dauert einen Wimpernschlag lang und das wird ungewohnt sein. Nach den großen Wald- und Heidebränden 1975 und 1976 hatte man in Niedersachsen damit begonnen Fahrzeuge und Führungskräfte flächendeckend mit Funkgeräten auszustatten. Die Technik dazu stammt allerdings schon aus dem 60ern und ist seitdem nahezu unverändert geblieben. |

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