Der ABC-Zug Nord der Kreisfeuerwehr Diepholz hat am 06.06.2026 gemeinsam mit Einsatzkräften der Feuerwehr eine realitätsnahe Gefahrgutübung in Brinkum durchgeführt. Angenommen wurde ein Verkehrsunfall mit einem Gefahrguttransporter und einem PKW. Dabei trat aus einer Leitung des Transporters eine Flüssigkeit aus, die auch den verunfallten Pkw erreichte. Im Fahrzeug befand sich eine eingeklemmte Person, die nicht selbstständig aussteigen konnte.

Im Mittelpunkt der Übung standen das sichere Vorgehen unter Chemikalienschutzanzügen Form 3, die Erkundung des Gefahrstoffes, das Abdichten der Leckage sowie die Rettung der betroffenen Person aus dem Gefahrenbereich. Als Übungsstoff wurde Wasser eingesetzt. Für die Lage wurde angenommen, dass es sich um Ammoniaklösung mit der Stoffnummer UN 2672 handelt.

Nach der ersten Erkundung wurde die GAMS-Regel angewendet (Gefahr erkennen / Absperren / Menschenrettung / Spezialkräfte alarmieren). Hierbei wurde zuerst der Gefahrenbereich abgesperrt. Anschließend gingen mehrere Trupps unter Chemikalienschutzanzügen Form 3 vor. Eine besondere Herausforderung bestand darin, die Leckage am Transporter (Kesselwagen) abzudichten und gleichzeitig die Rettung der eingeklemmten Person vorzubereiten. Zusätzlich wurde eine Dekontaminationsstelle aufgebaut, um die eingesetzten Trupps nach dem Einsatz im Gefahrenbereich fachgerecht zu reinigen.

Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit zwischen den eingesetzten Einheiten zu stärken und die Abläufe bei einem ABC-Einsatz unter realistischen Bedingungen zu festigen.

Besonders geübt wurden die Kommunikation zwischen Einsatzleitung und eingesetzten Trupps, das Arbeiten unter erschwerten Bedingungen im Chemikalienschutzanzug sowie das strukturierte Vorgehen bei einem Gefahrgutaustritt mit Menschenrettung.

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